Sprunggelenkarthrose/ Sprunggelenkschmerzen
Nachfolgend werden die Sprunggelenksbeschwerden beschrieben. Dabei wird erklärt, wie das Sprunggelenk aufgebaut ist und welche Beschwerden im Sprunggelenk vorkommen können. Anschliessend werden die Ursachen von Sprunggelenkbeschwerden erläutert und mögliche Symptome aufgezeigt. Zusätzlich wird anhand der kybun Wirkungsweise sowie mittels Beispielübungen erklärt, wie Sprunggelenksbeschwerden behandelt werden können.
Definition
Was sind Sprunggelenksbeschwerden?
Das Sprunggelenk – auch Fussgelenk genannt – bildet die Verbindung zwischen Unterschenkel und Fuss und ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Anatomisch wird das Sprunggelenk in zwei Hauptbereiche unterteilt:
- ◉ Oberes Sprunggelenk (OSG): Es besteht aus Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula) und dem Sprungbein (Talus). Das OSG ermöglicht vor allem die Beugung und Streckung des Fusses.
- ◉ Unteres Sprunggelenk (USG): Das untere Sprunggelenk wird noch in ein vorderes und hinteres unteres Sprunggelenk unterteilt. Es liegt zwischen Sprungbein (Talus), Fersenbein (Calcaneus) und Kahnbein (Os naviculare) und ist unter anderem für Dreh- und Kippbewegungen verantwortlich.
- Schienbein (Tibia)
- Wadenbein (Fibula)
- Oberes Sprunggelenk
- Sprungbein (Talus)
- Hinteres unteres Sprunggelenk
- Kahnbein (Os naviculare)
- Vorderes unteres Sprunggelenk
- Fersenbein (Calcaneus)
Stabilisierende Bänder, Sehnen, Muskeln sowie Knorpelstrukturen sorgen für Führung und Dämpfung. Kommt es zu einer Überbelastung, Entzündung oder Abnutzung, entstehen Fussgelenkschmerzen. Dabei können grob folgende drei Sprunggelenkbeschwerden unterteilt werden:
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Sprunggelenksarthrose
Die Arthrose im Sprunggelenk ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der sich der schützende Knorpel im Sprunggelenk zunehmend abbaut und somit ein Knorpelschaden im Sprunggelenk entsteht. Häufige Ursachen sind frühere Verletzungen, Fussfehlstellungen oder dauerhafte Fehl- und Überlastungen. Typisch hierfür sind Schmerzen im Sprunggelenk, Fussgelenkschmerzen beim Gehen, Sprunggelenkschmerzen nachts sowie morgendliche Anlaufschmerzen. Auch Schmerzen am Fussknöchel und eine eingeschränkte Beweglichkeit sind häufige Zeichen von Arthrose im Fussgelenk.
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Sprunggelenksentzündung
Fussgelenkschmerzen beim Gehen, Sprunggelenkschmerzen nachts sowie morgendliche Anlaufschmerzen. Auch Schmerzen am Fussknöchel und eine eingeschränkte Beweglichkeit sind häufige Zeichen von Arthrose im Fussgelenk. Bei einer Sprunggelenksentzündung handelt es sich um eine Reizung oder Entzündung von Gelenkstrukturen, Sehnen oder der Gelenkinnenhaut. Die Entzündung im Sprunggelenk kann akut oder chronisch auftreten und geht oft mit Fussgelenkschmerzen, Schwellung und Überwärmung einher. Betroffene berichten über Schmerzen im Sprunggelenk, geschwollene Knöchel, Bewegungseinschränkungen und Gefühl der Instabilität.
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Sprunggelenksverletzungen
Sprunggelenksverletzungen entstehen meist durch Umknicken, Stürze oder Sport. Dazu zählen Bandverletzungen, Kapselreizungen oder Prellungen. Typische Symptome bei Sprunggelenksverletzung sind plötzliche Fussgelenkschmerzen, Schmerzen am Knöchel, Instabilität sowie eine Gelenkschwellung rund um das Fussgelenk. Unbehandelt können solche Verletzungen langfristig zu Sprunggelenksarthrose oder chronischen Sprunggelenkschmerzen führen.
Ursache Sprunggelenksbeschwerden
Die Ursachen von Sprunggelenkbeschwerden liegen häufig in der modernen Lebensweise und den veränderten Umweltbedingungen. Das Sprunggelenk ist ein komplexes, hoch belastbares Gelenk, das bei jedem Schritt Kräfte aufnehmen, weiterleiten und kontrollieren muss. Wird es nicht ausreichend bewegt, falsch belastet oder ständig einseitigen Kräften ausgesetzt, verändert sich seine Funktion. Diese funktionellen Veränderungen bilden die Grundlage für Schmerzen im Sprunggelenk und langfristige strukturelle Schäden.
Während sich unsere Vorfahren barfuss auf natürlichem, unebenem Untergrund bewegten und dadurch das obere und untere Sprunggelenk laufend mobilisierten und kräftigten, ist der heutige Alltag durch Sitzen, monotone Bewegungen und harte Böden geprägt. Diese Bedingungen wirken sich direkt auf die Stabilität, Beweglichkeit und Belastbarkeit des Fussgelenks aus.
Bewegungsmangel und sitzender Lebensstil
Fehlende Bewegung führt dazu, dass das Sprunggelenk seinen natürlichen Funktionsumfang nicht mehr ausschöpfen kann. Gelenke sind auf regelmässige Bewegung angewiesen, um gut versorgt, stabil und belastbar zu bleiben. Wird das Sprunggelenk zu wenig bewegt, kommt es zu mehreren funktionellen Anpassungen.

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Nachlassende muskuläre Stabilisierung
Das Sprunggelenk wird hauptsächlich durch Muskeln, Sehnen und Bändern geführt und stabilisiert. Bei Bewegungsmangel verliert diese Muskulatur an Kraft und Reaktionsfähigkeit. Für das Gelenk bedeutet dies eine reduzierte aktive Führung. Es wird weniger kontrolliert bewegt, wodurch einzelne Gelenkflächen stärker belastet werden. Diese ungleichmässige Belastung erhöht den Druck auf Knorpel, Bänder und Gelenkkapsel im Fussgelenk und kann somit zu Sprunggelenksbeschwerden führen.
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Veränderungen der Gelenkstellung
Fehlt die muskuläre Führung, neigt das Sprunggelenk dazu, beim Gehen aus seiner optimalen Stellung zu geraten. Es kann vermehrt nach innen oder aussen kippen, was die Belastung auf bestimmte Bereiche des Gelenks verschiebt. Besonders das obere Sprunggelenk reagiert sensibel auf solche Achsabweichungen, da es für die kontrollierte Abrollbewegung verantwortlich ist.
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Spannungszunahme im Gelenkbereich
Ein sitzender Lebensstil begünstigt Verkürzungen in den Muskel- und Faszienketten der Beine. Diese Strukturen beeinflussen die Stellung und Beweglichkeit des Sprunggelenks direkt. Erhöhte Zugspannungen führen dazu, dass das Gelenk unter Dauerstress steht und weniger frei bewegt werden kann. Die natürliche Anpassungsfähigkeit des Gelenks nimmt ab und ist somit Nährboden für Entzündungen und Verletzungen.
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Abnahme der Gelenkbeweglichkeit
Wird das Sprunggelenk nicht regelmässig über seinen gesamten Bewegungsumfang genutzt, verliert es an Beweglichkeit. Die Gelenkflächen gleiten nicht mehr optimal aufeinander, was zu einer erhöhten Reibung führt. Dadurch wird das Gelenk anfälliger für Überlastungsreaktionen, insbesondere bei alltäglichen Belastungen wie Gehen oder Treppensteigen.
Harte, flache Böden und unbewegliche, stützende Schuhe
Neben dem Bewegungsmangel haben auch die heutigen Umweltbedingungen einen erheblichen Einfluss auf das Sprunggelenk. Harte Böden und steife Schuhsohlen verändern die natürliche Biomechanik jedes einzelnen Schrittes.

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Erhöhte Stossbelastung im Sprunggelenk
Auf harten, flachen Untergründen können Auftrittskräfte kaum abgefedert werden. Diese Kräfte werden direkt an das Sprunggelenk weitergeleitet. Das Gelenk muss diese Belastung abrupt aufnehmen, was den Druck auf Knorpel und Gelenkflächen erhöht. Besonders das obere Sprunggelenk ist hiervon betroffen, da es den ersten Kontakt mit dem Untergrund kontrolliert.

- Kraft in Newton
- Zeit in Sekunden
- Gehen auf flachem, hartem Boden in kybun Schuhen
- Gehen auf flachem, hartem Boden in anderen Schuhen
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Verkürzte Reaktionszeit der stabilisierenden Muskulatur
Durch die frühe und hohe Krafteinwirkung bleibt der Muskulatur weniger Zeit, das Sprunggelenk aktiv zu stabilisieren. Dadurch verliert das Gelenk an aktiver Führung und verlässt sich stärker auf passive Strukturen wie Bänder und Kapsel. Diese werden langfristig stärker beansprucht, was Entzündungen im Sprunggelenk begünstigen kann.
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Einschränkung der natürlichen Bewegungsabfolge
Unbewegliche und stützende Schuhe schränken die natürliche Abrollbewegung von den Fersen, über den Mittelfuss bis zum Grosszehengrundgelenk ein. Oftmals ist hier eine reduzierte Fussbewegung zu sehen. Für das Sprunggelenk bedeutet dies, dass es immer wieder in denselben Bewegungswinkeln belastet wird. Bestimmte Gelenkbereiche werden überbeansprucht, während andere kaum bewegt werden. Überbeanspruchte Strukturen neigen zu Entzündungen und Verletzungen, während unterbelastete Bereiche abbauen und versteifen.
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Reduzierte Eigenaktivität des Sprunggelenks
Durch die stützende Funktion moderner Schuhe übernimmt das Schuhwerk einen Teil der Arbeit, die eigentlich das Sprunggelenk und die umliegende Muskulatur leisten sollten. Dadurch bauen sich die stützenden Strukturen (v.a. die Muskulatur) ab, das Gelenk verliert an Belastbarkeit und reagiert empfindlicher auf alltägliche oder sportliche Beanspruchung.
Symptome Sprunggelenksbeschwerden
Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich bei den folgenden Aufzählungen um die häufigsten Symptome bei Sprunggelenksbeschwerden handelt. Die Liste ist nicht vollständig oder abschliessend, und es können auch atypische Symptome auftreten. Die Ausprägung der Schmerzen im Fussgelenk hängt unter anderem von der Ursache, dem Schweregrad, der Dauer der Beschwerden sowie der individuellen körperlichen Konstitution ab. Für eine eindeutige Abklärung von Schmerzen im Sprunggelenk oder anhaltenden Knöchelschmerzen sollte eine ärztliche Fachperson konsultiert werden.
- ◉ Allgemeine Schmerzen im Sprunggelenk: Können beim Gehen, Stehen oder Laufen auftreten und belastungsabhängig oder dauerhaft sein.
- ◉ Schmerzen im Fussgelenk: Oft tief im Gelenk lokalisiert und verstärken sich bei Bewegung oder längerer Belastung.
- ◉ Schmerzen am Fussgelenk: Häufig spürbar an der Vorder- oder Aussenseite des Gelenks.
- ◉ Oberes Sprunggelenk Schmerzen: Schmerzen beim Abrollen des Fusses oder beim Treppensteigen, typisch für Belastungen im OSG.
- ◉ Schmerzen unteres Sprunggelenk: Beschwerden bei Dreh- und Kippbewegungen des Fusses, insbesondere auf unebenem Untergrund.
- ◉ Schmerzen im Knöchel: Lokalisiert rund um den Knöchelbereich, oft verstärkt bei Druck oder Bewegung. Häufig kombiniert mit einem Instabilitätsgefühl im Fussgelenk.
- ◉ Sprunggelenk Schmerzen nachts: Ruheschmerzen, die im Liegen oder in Ruhephasen auftreten können.
- ◉ Anlaufschmerzen: Fussgelenkschmerzen nach dem Aufstehen nach längerem Liegen oder Sitzen, die sich nach einigen Schritten kurzfristig bessern.
- ◉ Fussgelenk schmerzt bei Belastung: Zunehmende Fussgelenkschmerzen beim Gehen, Laufen oder längeren Stehphasen.
- ◉ Fussgelenkschmerzen beim Gehen: Besonders auf harten oder unebenen Böden ausgeprägt.
- ◉ Fussgelenkschmerzen nach dem Joggen: Beschwerden, die nach sportlicher Aktivität oder am Folgetag auftreten.
- ◉ Plötzliche Fussgelenkschmerzen: Akut einschiessende Schmerzen, häufig nach einem Fehltritt oder ungewohnter Belastung.
- ◉ Gelenkschwellung im Fussgelenk: Sicht- oder tastbare Schwellung rund um das Sprunggelenk.
- ◉ Geschwollener Knöchel: Kombination aus Schwellung und Druckschmerz im Knöchelbereich, welcher innen oder aussen vorkommen kann.
- ◉ Rötung und Überwärmung: Hinweis auf eine Entzündung im Sprunggelenk.
- ◉ Sprunggelenksentzündung: Bei Sprunggelenksentzündung sind Symptome wie Schwellung, Bewegungsschmerz, Überwärmung und eingeschränkte Belastbarkeit oftmals anzutreffen.
- ◉ Bewegungseinschränkung: Das Sprunggelenk lässt sich nicht mehr vollständig beugen, strecken oder drehen.
- ◉ Instabilitätsgefühl: Gefühl des Wegknickens oder Unsicherheit im Fussgelenk, besonders auf unebenem Untergrund.
- ◉ Sprungbein Schmerzen: Tief sitzende Schmerzen im Gelenkzentrum, oft bei Belastung spürbar.
Die genannten Symptome bei Sprunggelenksbeschwerden können einzeln oder in Kombination auftreten und sich im Verlauf verändern. Eine frühzeitige Abklärung von anhaltenden Schmerzen im Sprunggelenk ist entscheidend, um langfristige Einschränkungen zu vermeiden.
Konventionelle Therapien - Was hilft bei Sprunggelenksbeschwerden
Zur Behandlung von Schmerzen im Fussgelenk stehen verschiedene konventionelle Therapieansätze zur Verfügung. Die nachfolgend aufgeführten Massnahmen stellen eine Auswahl der gängigen Behandlungsformen dar und sind nicht abschliessend. Häufig werden mehrere Therapieansätze kombiniert, um Fussgelenkschmerzen zu lindern. Eine ärztliche Abklärung wird empfohlen, um die geeignete Therapieform individuell festzulegen.
- ◉ Ruhe und Belastungsreduktion: Eine vorübergehende Entlastung des Sprunggelenks kann helfen, akute Reizzustände zu beruhigen. Belastende Aktivitäten sollten reduziert und schrittweise wieder aufgebaut werden.
- ◉ Kühlung: Kälteanwendungen lindern akute Schmerzen im Sprunggelenk, reduzieren Schwellungen und wirken entzündungshemmend bei einer Entzündung im Sprunggelenk.
- ◉ Physiotherapie: Gezielte Mobilisations- und Kräftigungstechniken verbessern die Beweglichkeit im oberen und unteren Sprunggelenk und fördern die Stabilität.
- ◉ Manuelle Therapie: Durch spezielle Handgriffe kann die Gelenkbeweglichkeit verbessert und eine mögliche Sprunggelenk Blockierung gelöst werden.
- ◉ Dehnübungen: Regelmässiges Dehnen unterstützt die Beweglichkeit des Fussgelenks und kann Spannungen im Gelenkbereich reduzieren.
- ◉ Kräftigungsübungen: Der gezielte Aufbau der Fuss- und Unterschenkelmuskulatur stabilisiert das Sprunggelenk und entlastet die Gelenkstrukturen.
- ◉ Medikamentöse Therapie: Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente können Schmerzen im Fussgelenk kurzfristig reduzieren.
- ◉ Bandagen und Orthesen: Stabilisierende Hilfsmittel geben dem Sprunggelenk Halt und reduzieren unkontrollierte Bewegungen bei Instabilität.
- ◉ Orthopädische Einlagen: Einlagen können die Druckverteilung im Fussgelenk verbessern und Gelenkschmerzen am Fussknöchel reduzieren.
- ◉ Schuhe bei Arthrose im Sprunggelenk: Spezielle Schuhe können bei Arthrose im Sprunggelenk die Schmerzen im Fussgelenk verringern.
- ◉ Injektionstherapie: Kortison- oder Hyaluronsäure-Injektionen werden bei anhaltenden Schmerzen im Sprunggelenk oder bei Arthrose im Sprunggelenk eingesetzt.
- ◉ Stosswellentherapie: Schallwellen regen die Durchblutung an und können bei chronischen Fussgelenkschmerzen unterstützend wirken.
- ◉ Taping: Spezifische Tapes fördern die Stabilität und können Schmerzen am Knöchel lindern.
- ◉ Elektro- und Ultraschalltherapie: Diese physikalischen Anwendungen können die Regeneration im Sprunggelenk unterstützen.
- ◉ Entzündungshemmende Salben: Lokal angewendet können sie bei einer Entzündung im Sprunggelenk helfen.
- ◉ Gewichtsreduktion: Eine Verringerung des Körpergewichts senkt die Belastung auf das Sprunggelenk.
- ◉ Operation: In schweren Fällen, beispielsweise bei fortgeschrittener Sprunggelenksarthrose oder anhaltenden Schmerzen im Fussgelenk, kann ein operativer Eingriff notwendig sein.
Häufig führen diese Massnahmen zwar zu einer kurzfristigen Linderung der Schmerzen im Sprunggelenk, beheben jedoch die zugrunde liegenden funktionellen Ursachen nur unzureichend. Ziel jeder Behandlung sollte es sein, die Belastungsbedingungen des Sprunggelenks nachhaltig zu verbessern. Wie bereits beschrieben, spielen Bewegungsmangel, sitzender Lebensstil sowie harte Böden und unbewegliche Schuhe eine zentrale Rolle. Die kybun Wirkungsweise setzt genau hier an und bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur nachhaltigen Entlastung des Sprunggelenks.
kybun Wirkungsweise - Was hilft bei Sprunggelenksbeschwerden
Die kybun Produkte möchten die gesundheitsschädigenden Folgen der harten, flachen Böden und unbeweglichen, stützenden Schuhe beseitigen sowie den Bewegungsmangel und den sitzenden Lebensstil aktiv angehen. Durch die elastisch-federnde Eigenschaft der kybun Produkte werden die Füsse einerseits entlastet und andererseits aktiviert. Die Entlastung sorgt dafür, dass in einem ersten Schritt die Schmerzen im Fussgelenk reduziert werden. Durch die Aktivierung sollen die Ursachen der Sprunggelenkbeschwerden angegangen werden, damit die Beschwerden langfristig der Vergangenheit angehören. Somit sind die kybun Schuhe für Sprunggelenkbeschwerden bestens geeignet, da sie durch die folgenden Wirkungsweisen bei der Behandlung von Sprunggelenkschmerzen helfen:
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Reduktion der Krafteinwirkung der harten, flachen Böden durch Dämpfungseffekt
Beim Auftreten in kybun Schuhen wird das elastisch-federnde Material der Sohle zusammengedrückt. Ähnlich wie bei einem Airbag absorbiert die kompressionsfähige Sohle einen Grossteil der einwirkenden Kräfte. Dadurch wird das Sprunggelenk deutlich entlastet und vor Fehl- sowie Überbelastungen geschützt.
Gleichgewicht und EMG
Die Gleichgewichtsfähigkeit wurde mit einer Kraftmessplatte durch die Bewegung des Körperschwerpunkts von vorne nach hinten (ant-post) und seitlich (med-lat) beim Stehen gemessen. Parallel erfasste eine Elektromyographie (EMG) die muskuläre Aktivität.

Mit herkömmlichen Schuhen
- Reduzierte muskuläre Aktivität
- Reduzierter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes

Mit kybun Schuhen
- Erhöhte muskuläre Aktivität
- Erhöhter Bewegungsumfang des Körperschwerpunktes
Beim Fersenauftritt kann der Fuss in das kybun Material einsinken, wodurch die Belastung auf das Sprunggelenk zeitlich verzögert einsetzt. Dieser Zeitgewinn ermöglicht es der Muskulatur, das Gelenk aktiv zu stabilisieren. Eine gut aktivierte Muskulatur schützt Knorpel, Bänder und Sehnen im Sprunggelenk, reduziert Fehl- und Überlastungen und minimiert das Risiko von Entzündungen und Verletzungen.
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Aktivierung der Fuss- und Unterschenkelmuskulatur durch elastisch-federnde Eigenschaft
Die Füsse müssen auf der elastisch-federnden kybun Sohle ständig leicht in Bewegung bleiben, um das Gleichgewicht zu stabilisieren. Dadurch wird die Fuss- und Beinmuskulatur trainiert. Eine kräftige Muskulatur stabilisiert das obere und untere Sprunggelenk, entlastet passive Strukturen wie Bänder und Gelenkkapsel und unterstützt die physiologische Bewegungsführung. Gleichzeitig können leichte Fehlstellungen wie Absenkung des Längsgewölbes oder Überpronation korrigiert werden. Diese kontinuierliche Aktivierung beugt muskulären Defiziten vor und reduziert Fussgelenkschmerzen beim Gehen.

- Krafteinwirkung 1 beim Fersenauftritt in herkömmlichen Schuhen
- Krafteinwirkung 2 beim Fersenauftritt in kybun Schuhen
- Kraft in Newton
- Zeit in Sekunden
- Gehen auf flachem, hartem Boden in kybun Schuhen
- Gehen auf flachem, hartem Boden in anderen Schuhen
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Natürliche Fussabrollung dank Muskelaktivierung und Abrollfunktion
Beim Fersenauftritt kann der Fuss sanft in das kybun Material einsinken. Dadurch setzt die Belastung auf das Sprunggelenk nicht abrupt, sondern zeitlich verzögert ein. Dieser entscheidende Zeitgewinn ermöglicht es der umliegenden Muskulatur, frühzeitig zu reagieren und das Gelenk aktiv zu stabilisieren. Dadurch kann der Fuss nach dem Fersenkontakt kontrolliert abrollen und der schädliche Klappfuss wird verhindert, was das Risiko vor einer Entzündung im Sprunggelenk oder einer Sprunggelenksarthrose reduziert.

Die Abrollfunktion der kybun Sohle ermöglicht eine natürliche Bewegungsabfolge über den Vorfuss. Dadurch wird der Bewegungsumfang des Sprunggelenks erhöht, die Gelenkstrukturen werden sanft gedehnt und bleiben flexibel, was die Belastbarkeit verbessert. Gleichzeitig werden Fehlbelastungen im Sprunggelenk reduziert.
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Schutz vor Faszien-Dysfunktion dank physiologischer Bewegungsabfolge
Die kontrollierte Abrollbewegung und die aktive Muskelsteuerung fördern ein gesundes Fasziennetz rund um das Sprunggelenk. Verklebungen und Verspannungen werden reduziert, wodurch die Gelenkmechanik unterstützt und die Belastung auf Sehnen und Bänder ausgeglichen wird. Dies trägt dazu bei, eine Entzündung im Sprunggelenk zu minimieren und die Beweglichkeit im Fussgelenk zu erhalten.
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Durchblutungsförderung durch höhere Bewegungsaktivität
Das Sprunggelenk ist weit vom Herzen entfernt und daher durchblutungsbedingt empfindlich. Die aktive Bewegung in den kybun Schuhen fördert die Durchblutung der Muskeln, Sehnen und Gelenke. Dies verbessert die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, erleichtert den Abtransport entzündungsfördernder Stoffe und unterstützt Heilungs- und Regenerationsprozesse.
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Optimierte Druckverteilung
Beim Gehen und Stehen in den kybun Schuhen wird die gesamte Fusssohle vom elastisch-federnden Material umgeben. Dadurch kommt es zu einer optimierten Druckverteilung im Fuss und im Sprunggelenk. Dies kann den punktuellen Druck auf das Sprunggelenk sowie die umliegenden Strukturen reduzieren. Zusätzlich führt die ständige leichte Bewegung auf den kybun Joya Produkten zu einer Vergrösserung der Belastungsfläche, wodurch lokale Druckspitzen weiter verringert werden können. Auf diese Weise kann das Sprunggelenk entlastet und die gelenknahe Knorpel- und Bandstruktur vor Überlastung und Abnutzung geschützt werden.
mit kybun
ohne kybun
- Blaue/Grüne Bereiche: Niedrige Druckbelastung. Fusssohlen werden geschont und wenig belastet.
- Gelbe Bereiche: Durchschnittliche Druckbelastung. Um Hornhaut und Druckstellen zu vermeiden, für Entlastung sorgen.
- Rote Bereiche: Übermässige Druckbelastung. Führt unvermeidlich über längere Zeit zu Überlastungsreaktionen.
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Bewegungsförderung und Reduktion der sitzenden Tätigkeit
Die elastisch-federnden kybun Produkte steigern die Freude an der Bewegung, da sie das Sprunggelenk beim Gehen und Stehen entlasten. Die Muskelaktivierung stärkt die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Gleichzeitig können die Dauer sitzender Tätigkeiten reduziert und schädliche Verkürzungen sowie Blockaden der myofaszialen Strukturen verhindert werden. Jeder Schritt dehnt das Sprunggelenk sanft, erhöht die Flexibilität und reduziert langfristig die Beschwerden. Dadurch werden Fussgelenke geschmeidiger und die natürliche Gelenkmechanik wiederhergestellt.
Anwendungstipps bei Sprunggelenksbeschwerden
Bevor Sie die kybun Schuhe zum ersten Mal tragen, sollten Sie einige Anwendungstipps berücksichtigen. Die korrekte Anwendung der Schuhe bei Schmerzen im Fussgelenk kann helfen, die Beschwerden zu lindern.
- ◉ Tragen Sie die kybun Schuhe zu Beginn nur so lange, wie es Ihr Körper zulässt. Führen Sie Tragpausen ein, wenn die Sprunggelenkschmerzen zunehmen oder eine Ermüdung der Fuss- und Beinmuskulatur entsteht. Die Behandlung von Sprunggelenkschmerzen braucht Zeit. Durch die aktivierende Eigenschaft der kybun Produkte wird die Muskulatur trainiert, was besonders zu Beginn zu sogenannten Erstreaktionen führen kann.
- ◉ Drücken Sie Ihre Ferse langsam und kontrolliert in das elastisch-federnde Material und spüren Sie die Nachgiebigkeit der Sohle. Finden Sie einen Belastungspunkt, bei dem die Schmerzen im Sprunggelenk reduziert oder nicht auftreten. Achten Sie zu Beginn darauf, die Abrollbewegung über den Vorfuss nicht zu stark zu erzwingen.
- ◉ Führen Sie kleine, kontrollierte Schritte durch. Setzen Sie den Fuss möglichst flach auf, um die Spannung im oberen und unteren Sprunggelenk zu minimieren. Reduzieren Sie zunächst die Abrollbewegung, besonders bei akuten Sprunggelenksentzündungen oder bei Schmerzen im unteren Sprunggelenk. Mit der Zeit können Sie den Bewegungsumfang steigern, sobald sich das Gelenk an die Aktivierung gewöhnt hat.
- ◉ Achten Sie auf eine gleichmässige Belastung des Sprunggelenks. Versuchen Sie, eine Überpronation oder Supination zu vermeiden, damit das Sprunggelenk kontrolliert belastet wird. Die elastisch-federnde Sohle hilft dabei, die Kraft gleichmässig zu verteilen und Fehlbelastungen zu reduzieren.
- ◉ Kombinieren Sie die Nutzung der kybun Schuhe mit gezielten Übungen. Ergänzende Kräftigungs- und Mobilisationsübungen unterstützen die Stabilisierung des Sprunggelenks, fördern die Durchblutung und verstärken die Wirkung der Schuhe. Die Übungen sollten regelmässig durchgeführt werden, um die Gelenkmechanik nachhaltig zu verbessern und die Schmerzen im Fussgelenk langfristig zu reduzieren.
Für kybun neulinge
Beim Tragen von kybun Schuhen ändert sich der Gang von schonend zu natürlich. In 90% der Fälle geschieht dies problemlos.
Hilfreiche Übungen bei Sprunggelenksbeschwerden
Um die Wirksamkeit der kybun Schuhe zu verstärken und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sprunggelenkbeschwerden abnehmen, empfehlen wir nachfolgende Übungen. Die Übungsauswahl ist nicht abschliessend und kann durch weitere Übungen ergänzt werden. Grundsätzlich gilt: Die Beschwerden dürfen während der Übungen nicht stärker werden. Leichte, wohltuende und lösende «Schmerzen» sind normal und erwünscht.
Die Übungen werden in folgende Bereiche unterteilt: „Richtiges Gehen in kybun Schuhen“, „Muskellängentraining“, „Faszienrollen“ und „Kräftigung“. Idealerweise werden die Bereiche kombiniert, um die Behandlung von Sprunggelenkbeschwerden zu unterstützen.
Richtiges Gehen in den kybun Schuhen
Die Qualität jedes einzelnen Schrittes ist bei der Behandlung von Fussgelenkschmerzen entscheidend, um die Schmerzen zu reduzieren und die Fehl- und Überbelastungen zu beseitigen. Die kybun Schuhe bieten somit eine ideale Therapie bei Sprunggelenksschmerzen.
Kontrollierter Fersenauftritt

- ◉ Ferse tief in das elastisch-federnde Material drücken, um von der Dämpfung und der Muskelaktivierung zu profitieren.
- ◉ Beim Fersenkontakt einen Belastungspunkt finden, bei welchen die Fussgelenkschmerzen reduziert sind oder nicht mehr auftreten.
- ◉ Kontrollierte Fusshaltung, damit Fuss weder nach innen noch nach aussen abkippt.
- ◉ Mittel- und Vorfuss langsam und kontrolliert absetzen, damit das Sprunggelenk nicht überfordert wird.
- ◉ Eine aktive Abrollung über den Vorfuss soll hier noch nicht durchgeführt werden. Der Fokus liegt im physiologischen Fersenauftritt.
Kontrolliertes Abrollen

- ◉ Achten Sie auf eine leichte und natürliche Abrollbewegung über den Vorfuss, ohne sich dabei aktiv oder mit grosser Kraft über die Grosszehen abzustossen. Insbesondere bei bestehenden Blockaden im Bereich des Sprunggelenks oder einer Entzündung im Sprunggelenk sollte der Bewegungsumfang der Füsse zu Beginn individuell und dem persönlichen Zustand angepasst werden.
- ◉ Möglichen Bewegungsumfang der Füsse erproben, ohne dass dabei die Sprunggelenkschmerzen auftreten oder ansteigen. Den Bewegungsumfang nach Möglichkeit erhöhen.
Muskellängentraining
Das Muskellängentraining spielt bei der Behandlung von Sprunggelenksbeschwerden eine zentrale Rolle, da diese häufig durch Verkürzungen und Verspannungen der umliegenden Muskulatur entstehen. Diese muskulären Einschränkungen können die Beweglichkeit des Sprunggelenks negativ beeinflussen und zu Fehl- oder Überbelastungen führen. Durch gezielte Dehnübungen lassen sich Verkürzungen und Verspannungen aktiv reduzieren, wodurch die Beweglichkeit verbessert und das Sprunggelenk funktionell entlastet wird.
Wadenmuskulatur

- ◉ Startposition im Ausfallschritt.
- ◉ Hintere Ferse hat Bodenkontakt und soll nicht angehoben werden.
- ◉ Vorderes Knie langsam nach vorne beugen, bis ein Ziehen in der Wade spürbar ist.
- ◉ 3 x 30 Sekunden pro Seite.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Fussverschraubung

- ◉ Fuss in beide Hände nehmen
- ◉ Sprunggelenk in alle möglichen Richtungen verschrauben und die Dehnung halten.
- ◉ 3 x 30 Sekunden pro Seite.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Faszienrolle
Das Faszientraining mit der Faszienrolle spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Sprunggelenksbeschwerden. Häufig entstehen diese Beschwerden durch Verkürzungen und Verspannungen der myofaszialen Strukturen. Durch regelmässiges Ausrollen der verspannten und verkürzten myofaszialen Kette kann die Beweglichkeit verbessert und das Sprunggelenk entlastet werden. Die Faszienrolle eignet sich somit als aktive Therapie zur Linderung von Sprunggelenksbeschwerden und unterstützt gleichzeitig die Wiederherstellung der Funktion und Stabilität des Gelenks.
Wadenmuskulatur

- ◉ Ein Bein angewinkelt und anderes Bein auf der Faszienrolle. Erhöhung des Drucks durch beidseitiges Auflegen der Beine. Weitere Erhöhung durch Aufeinanderlegen der Beine.
- ◉ Sollten Schmerzen im Handgelenk auftauchen, kann die Übung auch auf den Unterarmen durchgeführt werden.
- ◉ Wade oberhalb der Ferse bis knapp unterhalb der Kniekehle aktiv ausrollen.
- ◉ Übungen langsam und kontrolliert durchführen.
- ◉ Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
- ◉ Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
- ◉ Mindestens 3 Minuten pro Seite.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Schienbeinmuskulatur

- ◉ Faszienrolle unter Schienbein legen. Anderes Bein angewinkelt zur Stabilisierung aufrichten. Die Hände schulterbreit positionieren und mit diesen den Oberkörper aufrichten.
- ◉ Sollten Schmerzen im Handgelenk entstehen, kann die Übung auch auf den Unterarmen durchgeführt werden.
- ◉ Schienbein vom Sprunggelenk bis zum Knie aktiv ausrollen.
- ◉ Übungen langsam und kontrolliert durchführen.
- ◉ Druck dem persönlichen Empfinden anpassen, jedoch an tolerierbare Schmerzgrenze gehen.
- ◉ Punktuelle Verklebungen verstärkt ausrollen bzw. Position an diesem Punkt halten.
- ◉ Mindestens 3 Minuten pro Seite.
- ◉ 1 – 2 × täglich durchführen.
Kräftigung
Ein gezieltes Krafttraining der Füsse und des Sprunggelenks ist besonders bei Fussfehlstellungen wie Senk-, Platt- oder Knickfüssen wichtig, um das Sprunggelenk vor Über- und Fehlbelastungen zu schützen. Eine kräftige Fuss- und Beinmuskulatur entlastet das Sprunggelenk und trägt dazu bei, Beschwerden zu reduzieren. Gezieltes Krafttraining stellt somit eine effektive Massnahme zur Therapie und Vorbeugung von Sprunggelenksbeschwerden dar und unterstützt die Stabilität und Funktionalität des Gelenks. Die nachfolgenden Übungen können auf dem Boden und auf der kybun Matte durchgeführt werden. Auf der kybun Matte wird der Druck auf die Füsse reduziert und die Aktivität der Muskulatur erhöht.
Fersenheben

- ◉ Startposition: Hüftbreit stehend
- ◉ Beidseitig Fersen langsam und kontrolliert anheben. Am höchsten Punkt Position für einen kurzen Moment halten. Ferse wieder langsam und kontrolliert senken.
- ◉ 3 Sätze à 8 – 12 Wiederholungen.
- ◉ 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Einbeinstand

- ◉ Startposition: Hüftbreit stehend
- ◉ Ein Bein anheben und Gleichgewicht halten.
- ◉ 3 x 60 Sekunden pro Seite halten.
- ◉ 2 – 3 × wöchentlich durchführen.
Spezialübungen
Für Informationen zu den Spezialübungen im kybun Schuh und den Grundübungen auf dem kybun Matte.
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